#ReconnectJulian: "Wenn wir jetzt nichts unternehmen, verlieren wir alle!" - Kim Dotcom zu Assange

Seit 2012 lebt er in der ecuadorianischen Botschaft in London und hat diese nie verlassen: Julian Assange. Er ist wohl der bekannteste Whistleblower der Welt und will so seine Auslieferung in die USA verhindern, denn dort droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Nun scheint Ecuador dem Druck nachzugeben, denn wie am Mittwoch bekannt wurde, hat man die Internetverbindung von Assange gekappt und ihm jeglichen Besuch untersagt. Unter #ReconnectJulian wollen Aktivisten sich für seine Rechte einsetzen.

Zuletzt hatte sich Assange kritisch über den angeblichen Vergiftungsfall Skripal sowie zu der Verhaftung des ehemaligen katalanischen Präsidenten Carles Puidgedemont in Deutschland geäußert. Daraufhin sperrte Ecuador den Internetzugang. Wie eine WikiLeaks-nahe Quelle RT bestätigte, sei Assanges Aussage zu Puigedemont der Auslöser gewesen.

Er würde damit gegen eine Ende 2017 getroffene Vereinbarung mit Ecuador verstoßen, laut der er keine Botschaften versenden darf, die als Einmischung in die Beziehungen zu anderen Staaten gewertet werden könnten. Er würde damit die guten Beziehungen Ecuadors zu Großbritannien, den anderen Staaten der Europäischen Union und weiteren Nationen gefährden, hieß es in einer Erklärung der Kommunikationsbehörde des Landes.

Julian Assanges Unterstützer schlagen Alarm. Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis nannte die Entscheidung entsetzlich und glaubt an einen "außerordentlichen Druck seitens der US-amerikanischen und spanischen Regierung". Auch US-Filmemacher und mehrfacher Oscar-Preisträger Oliver Stone fordert: "Freiheit für Assange! Gebt ihm seine Internetverbindung zurück!" Der Internetunternehmer, politische Aktivist, der selbst ins Fadenkreuz der USA geraten ist, Kim Dotcom ruft nun unter dem Hashtag #ReconnetJulian zum Protest für Assange auf. Zusammen mit der in Moskau lebenden Journalistin Suzie Dawson und Chefredakteurin Elizabeth Lea Vos fordern sie "Prominente, Whistleblower, Aktivisten, Journalisten, Diplomaten und politische Figuren" auf, sich zu einer "Online-Mahnwache" zusammenzuschließen, um zu bewirken, dass Julian seine Kommunikationsfreiheit zurückbekommt. Und tatsächlich trendete #ReconnectJulian kurz darauf auf Twitter.

Kim Dotcom bekräftigt den Aufruf: "Er sagt uns Dinge, die uns keiner sagt. Er ist zu wichtig für uns. Denn wenn wir jetzt nicht für ihn kämpfen, werden wir eine Institution für die Wahrheit verlieren!"

Er werde mundtot gemacht und in seinem Recht zur freien Meinungsäußerung beschnitten. Für was? Weil er den Menschen die Wahrheit sagte, erklärt er weiter.

"Wir, die Menschen, verlieren mehr und mehr die Kontrolle. Die Mächtigen verabschieden laufend neue Gesetze, die uns mehr und mehr schwächen. Sie spionieren uns aus. Sie führen einen Propaganda-Krieg gegen unsere Gedanken. Die Medien und die Filmemacher stehen ihnen zur Seite, um uns Geschichten zu verkaufen, die nicht der Wahrheit entsprechen, die fake sind, weil sie eine Agenda haben, die sie voranbringen wollen!

Und für genau diese Menschen, die nur mit uns spielen, die sich einen Dreck um uns scheren, ist Julian der Feind. Es sind diese 1 Prozent, die in Wahrheit die Dinge kontrollieren und steuern. Und wenn wir zulassen, dass Julian mundtot gemacht wird und nicht für ihn aufstehen, wer bleibt dann noch? Man kann den Mainstream-Medien nicht mehr vertrauen, es wird immer schwerer, noch investigativen Journalismus zu finden. Die CIA und zahlreiche globale Spionage-Agenturen haben überall ihre sogenannten inoffiziellen Agenten, die als Journalisten arbeiten. Sie bezahlen abertausende Journalisten überall auf der Welt, um ihre Geschichten zu verbreiten, um euch Kriege zu verkaufen, um euch Lügen zu verkaufen. Und natürlich mögen sie Julian Assange nicht, weil er ihnen dabei einen Strich durch Rechnung macht."

Das gesamte Interview finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=p2GEYS7Xvec
Weitere Informationen zur Aktion finden Sie hier: https://contraspin.co.nz/beingjulianassange/







Quelle: RT Deutsch

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